Moorleichen und scheißende Schotten – ein Fantreffen #Fanmilytreff16

Tulach Àrd - ausgesprochen: Tulach Arschd! (kein Scherz!)
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Bild von Barbara Schnell

 

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Erstes Fazit: müde.
Und warum dieser Beitrag solch eine seltsame Überschrift hat, wird sich im Laufe der weiteren Lektüre ergeben. Versprochen.

Wie ihr ja wisst, gibt es bei Facebook eine Gruppe, die sich Outlander Deutschland nennt. In dieser Gruppe hat sich vor ungefähr einem Jahr die Frage gestellt, ob man nicht mal ein gemeinsames Treffen auf die Beine stellen kann. Nachdem diese Frage in der Gruppe auf Interesse gestoßen ist, begannen wir im Juli letzten Jahres mit der Suche nach einem Ort, einem Termin und einem Programm.

Leute, ihr macht euch kein Bild. Nachdem die ersten drei in Frage kommenden Örtlichkeiten aus dem Raster fielen (Stichwort: kein Alkoholausschank möglich), habe ich mit dem Schloßherrn von Schloss Buchenau in Eiterfeld bei Bad Hersfeld ein sehr nettes Telefonat geführt. Und man glaubt es kaum, sogar unser Wunschtermin war noch frei!

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Bild von Barbara Schnell

Somit konnte die genauere Planung beginnen. Ideen hatten wir ja viele. Wirklich. Nicht alle waren sinnvoll. Oder machbar. Oder realistisch. Oder jugendfrei.

Herausgekommen ist folgendes.

Wir haben uns vom 17. – 19.06.2016 im Schloß Buchenau versammelt. Die ersten trudelten am frühen Nachmittag ein. Nachdem wir, mit einigen Schwierigkeiten, endlich wussten, wo welches Zimmer ungefähr zu finden ist (Danke an meine Mitpfadfinderin Melli!), waren alle, die Freitag angereist sind, erstmal untergebracht. Das Programm für den restlichen Tag lautete: Aufbau für Samstag, kennenlernen, quasseln. Und trinken. Dementsprechend war die Nacht recht kurz.
Da ich eine Frühaufsteherin bin, kam ich in den Genuß eines seltenen Schauspiels. So gegen 6 Uhr früh saß ich vorm Schloß mit einer Tasse Kaffee und lauschte dem Vogelgezwitscher. Dachte ich. Nein, das Poolzimmer wurde eröffnet. Die drei Damen aus der Dr.Who/Outlanderabteilung teilten sich ein Zimmer im Obergeschoß, die Fenster standen offen. Und das Gezwitscher war eigentlich ein Kichern. In 3 Tonlagen. Die besorgten Eltern der drei, vorsichtshalber mit Sicherheitsabstand im Erdgeschoß untergebracht, erkundigten sich via Fensterfunk, ob das Dach des Schloßes noch heile sei. Es war. Allerdings wurde aus dem Ankleidezimmer ein Swimmingpool, verursacht durch, und hier scheiden sich die Meinungen, einen verstopften Abfluß, Unvermögen der Duschhandhabung oder auch pure Absicht. Plötzlich sah man eine hektische Adminöse am Fenster, sie wrang Handtücher aus. Ich enthalte mich an dieser Stelle eines Kommentares. Aber für die Unterbringung der drei im nächsten Jahr müssen wir uns Gedanken machen.

So gegen 8 trudelten dann auch die ersten zur Frühstücksschlacht an. Das war wirklich sehr vielfältig! Und natürlich kamen auch noch weitere Teilnehmer, die auch ein Zimmer wollten. Unter anderem tauchten die 2 Hexen auf dem schwarzen Besen auf und entluden diverse Nettigkeiten, die später zu einem wirklich tollen Verkaufstand aufgebaut wurden. Unsere Esther ist echt klasse an der Nadel. Und das klingt anders, als es gemeint ist!

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Bianca hat derweil schon ihr Duftkonzert fertiggestellt. In Form von Seifen, die sie selbst gesiedet hat. Ich bin zwischendrin mal kurz in unseren Gemeinschaftsraum und wurde von Orangenduft empfangen. Das war echt ein Erlebnis! Gegen Tauschware hat sie die duftenden Dinge auch herausgerückt.
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Wir hatten auch zwei Kräuterfrauen gebeten, bei uns einen Stand aufzubauen. Wer dringend einen Liebestrank benötigt, wurde fündig. Oder aber auch einen Schlaftrunk für den holden Gatten, damit man selbst abends in Ruhe weiterquasseln konnte, ohne Rücksicht nehmen zu müssen! Wer Nachschub braucht: http://www.koeddinger-kraeuterladen.de/
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Die Anreise war im übrigen bei einigen speziell. Ich selbst bin fast an den Kasseler Bergen gescheitert, die Bahn war so, wie sie immer ist, nämlich zuverlässig unzuverlässig. Kinder wurden noch kurz vor Abreise ins Krankenhaus abgeschoben, ein Shuttleservice für die Nordlichter wurde eingerichtet, die Südlichter wateten durch die Wassermassen in Richtung Buchenau. Also alles so, wie es sein soll. Komisch chaotisch!

Apropos Anreise. Wollt ihr mal gucken, wo wir alle hergekommen sind? Ich verweise hier mal speziell auf folgende Anfrage: Warum ist das nicht bei mir in der Nähe. Nähe ist relativ.

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Nach unserem Shoppingtrip ging es dann langsam auf Mittag zu. Da wurde es für uns Adminösen spannend. Wir hatten im Vorfeld unseres Treffens eine Überraschung angekündigt. Ich denke mal, das ist geglückt. Während noch ein Fotoshooting mit Blickrichtung Schloß lief, bauten sich im Hintergrund die Burghaun Castle Pipes & Drums auf. Die angereisten Teilnehmer wussten von nix.

Links oben sieht man die Flagge!
Links oben sieht man die Flagge!

 

Sobald die ersten Dudelsackklänge über den Schloßhof schallten…schaut selbst. Auf den Fotos kann man tatsächlich im Hintergrund die Flagge sehen!:-)

VIDEO FOLGT NOCH AUF YouTUBE!

Hier mal ein paar Impressionen. Es war einfach schön. Emotional schön!

Noch etwas wirklich Wichtiges: DAS WETTER HAT GEHALTEN! Für alles hatten wir einen Plan B. Nur 30 Leute mit Dudelsäcken und Drums in einem geschlossenen Raum – keine Chance. Das Regenschirmballett ist also ausgeblieben, wobei wir darin ja schon vom Vorabend geübt waren, ich sag nur: Schirmübergabe, damit der Stuhl trocken bleibt!

Worauf auch viele gewartet haben, war der Gälischunterricht durch unseren Gast Àdhamh ó Broin! Der Mann ist echt ein Entertainer!

Und Gälisch ist gar nicht so schwer! Das Alphabet hat weniger Buchstaben! Jawoll! Und wenn man denn verstanden hat, warum durch die Kombination mit dem Buchstaben H plötzlich was ganz anderes dabei herauskommt, dann versteht man vielleicht irgendwann warum Àdhamh wie Ägif ausgesprochen wird. Unser jüngster Teilnehmer hat es auf jeden Fall deutlich schneller verstanden, als der Rest! Er hat uns dann noch ein paar schottische Sagen erzählt und uns etwas über die Musik aus Schottland berichtet. Und vorgesungen! Er war auch so nett, Übersetzungswünsche abzuarbeiten! Danke, Àdhamh! Es war super mit dir!

Bild von Kathi
Bild von Kathi

Tja. Und plötzlich gab es diesen Moment, der mich an die letzte RingCon erinnert hat. Eine wartende Menschenschlange mit Büchern in der Hand. Unser Gast Barbara Schnell hatte sich an einem Tisch niedergelassen und die mitgebrachten Bücher signiert!

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Und ich glaube, sie hat sich über unser Geschenk gefreut!

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Bild von Simone

Und nun? Jahaaa, jetzt wirds lustig. Zuerst gab es mal was zu essen. Ursprünglich wollten wir draußen eine Grillparty schmeissen. Da hat uns Petrus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Also wurde draußen unter einem Abdach gegrillt und alles einfach drinnen serviert. Ging auch! So langsam gingen auch einige Richtung Kühlschrank. Man ist ja durstig!

An dieser Stelle möchte ich ein besonderes Danke an unsere Pia senden. Sie hatte nicht nur selbst einen Stand, denn sie ist ja auch selbst Autorin, nein, sie hat nach dem Essen auch noch eine Lesung aus ihrem neuesten Buch mit dem Thema Käsespätzle gehalten.

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Uuuhuund dann ging es los! Whiskytasting mit Pia. Heiheiheiheieiei. 4 Sorten. Eine davon schmeckte….sagen wir mal torfig. Pias Kommentar dazu: Schmeckt nach Moorleiche! Da ich ihn mochte, stellt sich mir seit Samstag die Frage, ob ich nekrophil bin….😀

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Zu später Stunde gab es dann noch einen Tanzkurs mit zeitgenössischen Schrittfolgen. Sagt Memi. Sie hat das in die Hand genommen. Dankeschön!

 

Sollen wir über den Rest des Abends den Mantel des Schweigens legen? Nicht doch…

 

Und an dieser Stelle erwähne ich natürlich keine angeknabberten Ohrringe. Oder sonstige Katastrophen! Obwohl ich da noch einige Anmerkungen hätte. Àdhamh hat ein neues deutsches Wort gelernt: Pumapisse. Hat was mit den Moorleichen zu tun! Und wieso Sonntag früh ein halbvolles Bierglas im Kühlschrank stand, das hat sich mir auch nicht so ganz erschlossen….

Am nächsten Morgen fühlten wir uns alle irgendwie so:

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Ich weiß, dass die letzte Nachricht via Whatsapp um 4.41 Uhr abgeschickt wurde. Es ging um einen Ehemann, der sich über die raschelnde Bettwäsche beschwert hat, weil jemand noch am Handy war. Apropos Männer. Es waren sogar einige dabei. Ich möchte an dieser Stelle mal kurz die deutsch/schottischen Wuschelknie erwähnen!

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Der Sonntag startete dementsprechend deutlich ruhiger.:-) Um 8 Uhr begann das Frühstück und gegen 9 Uhr haben sich die ersten schon verabschiedet. Wirklich schweren Herzens muss ich sagen!

Bis wir dann alles wieder aufgeräumt, abgebaut und zusammen gepackt hatten, war es dann irgendwann 11 Uhr. Wieder wurden Fahrgemeinschaften Richtung Bahnhof gebildet. Das hat wirklich alles ganz wunderbar geklappt!

Ich bin euch jetzt allerdings noch eine Aufklärung schuldig. Es geht um besagten scheissenden Schotten. Es gab einen Teilnehmer, bei dem es bis Freitag nicht feststand, ob er kommen kann.

Wir waren dann alle froh, dass er doch kommen konnte, und eben nicht den scheissenden Schotten gegeben hat! Liebe Grüße, aber an dieser Erwähnung bist du selbst schuld!😀

Selbst schuld ist auch noch die sonntäglich einäugige Eule, über die sich die wunderbare Barbara Schnell wirklich köstlich amüsiert hat. Und ich meine hier kein Tier, sondern eine Teilnehmerin!

Mein abschließendes Fazit: Muss unbedingt wiederholt werden! Ich kann versprechen, dass die Planung für das Fanmilytreffen 2017 im August beginnen wird!

Wir alle haben, so denke ich, an diesem äusserst denkwürdigen Wochenende viele neue Eindrücke und Freundschaften gewonnen. So verschieden wir alle waren, so gab es nicht ein böses Wort, nur gute Stimmung und viele positive Emotionen. Ich bin furchtbar stolz, dass wir bei unserer Auktion, bei der Memi und Cynthia zur absoluten Höchstform aufgelaufen sind, die sagenhafte Summe von 515 Euro erreicht haben. Mit dem Geld, welches, erstaunlicherweise, nach Erhalt der Getränkerechnung übrig geblieben ist plus Spenden, die wir erhalten haben, konnten wir gestern je 400 Euro an World Child Cancer und Pfefferminzgreen überweisen.

So. Das wars für dieses Jahr. Wer macht nächstes Jahr wieder mit?

 

Es bedanken sich bei euch:

Dominique und Catriona – Admins der Gruppe Àdhamh’s Ó Broinies

Patricia, Melanie, Cynthia, Kristin, Saskia und Conny – Admins der Gruppe Outlander Deutschland

Tulach Àrd - ausgesprochen: Tulach Arschd! (kein Scherz!)
Tulach Àrd – ausgesprochen: Tulach Arschd! (kein Scherz!)

 

 

Donation to #Pfefferminzgreen

Last weekend, about 70 German, Austrian and Dutch fans of Outlander had a little gathering.
We had a little auction and raised some money, which we sent to Pfefferminzgreen today.

We are proud to announce, that today 400 € were sent to help your organisation to make the world a little bit better.

Greetings from Outlander Deutschland!

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@WChildCancer @caitrionambalfe

Last weekend, about 70 German, Austrian and Dutch fans of Outlander had a little gathering.
We had a little auction and raised some money, which we sent to World Child Cancer today.

We are proud to announce, that today £300 were sent to help your organisation to safe childrens‘ lifes.

Greetings from Outlander Deutschland!

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3. #WorldOutlanderDay

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Wir feiern heute den 3. WorldOutlanderDay!

Vor 25 Jahren entschied sich Diana Gabaldon dazu, die wunderbare Reise mit Jamie und Claire zu starten. Das ist doch ein Grund zum Feiern oder?

Zelebriert mit uns diesen Tag!

Hier findet ihr ein paar Bilder, die ihr gerne nutzen und teilen dürft! Wir wünschen euch viel Spaß beim posten und twittern!

Review Staffel 2 Folge 3 – Useful Occupations and deceptions #Outlander

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In Folge 2 war alles hell und strahlend. Das ist in der 3. Folge anders. Man spürt, dass noch vieles hinter dieser Geschichte steckt, was bisher noch nicht angesprochen oder angedeutet wurde. Jamie und Claire sind immer noch nicht wieder eins, aber sie bewegen sich aufeinander zu. Jamie ist, völlig nachvollziehbar, immer noch mit seinen Erlebnissen in Wentworth beschäftigt und hat noch nicht ganz realisiert, was das für ihn bedeutet. Claire scheint das besser zu wissen.

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Diese Folge wurde von Anne Kenney geschrieben. Sie war schon lange Fan der Bücher, bevor sie davon Wind bekommen hat, dass die Bücher verfilmt werden sollen. Sie soll ihren Agenten angerufen haben, damit der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, weil sie unbedingt dabei sein wollte. Und ich finde, an dieser Folge merkt man das. Diese kleinen, feinen Untertöne, die wir aus den Büchern so lieben, kommen in dieser Folge an vielen Stellen vor. Ich, als bekennender Buchfan, bin davon total begeistert. Das soll aber nicht heißen, dass mir die Folgen, die von Vorher-Nicht-Buch-Fans geschrieben wurden, schlechter gefallen!

Unterschwelliges  und Hinweise gibt es jede Menge. Jamie verbringt seine Tage und Nächte damit, Leuten Honig um den Bart zu schmieren, die er eigentlich bekämpfen will und zeitgleich muss der Weinhandel weiterlaufen. Er sieht ein bisschen fertig aus.  Claire allerdings langweilt sich unendlich. Sie ist keine Lady der feinen Gesellschaft, die von einer zur anderen Teegesellschaft eilt und deren Tag damit ausgefüllt ist, sich modisch zu kleiden und zu tratschen. Und dann ist auch noch die hölzerne Schlange verschwunden.

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Die Aufklärung von Mary Hawkins! Im Buch an anderer Stelle, aber trotzdem genauso gut! Was die Franzosen alles so machen, tststs. Ich musste echt lachen!

Wo wir gerade beim Thema sind. Der Murtagh ist ein Schlingel. Und was für einer! Schnappt sich das Hausmädchen für häusliche Übungen.

Claire ist sauer, weil Murtagh mit Suzette im Bett gelandet ist. Suzette hatte eigentlich eine andere Aufgabe zu erledigen und offensichtlich ist Claire nicht die einzige, die Langeweile hat. Murtagh geht zu ihr, und nach einer kleinen Reiberei entschuldigt Claire sich und erzählt ihm, dass Black Jack Randell lebt. Er kann es erst nicht glauben.

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Claire fährt zu Maitre Raymond um ein Verhütungsmittel für Suzette zu besorgen und trifft dort auf ihn im vertraulichen Gespräch mit dem Comte St Germain. Der Blick, den Claire dort vom Comte erntet ist absolut gänsehautproduzierend. Wem bis jetzt noch nicht klar war, dass die beiden ein Problem miteinander haben, dem sollte das jetzt auffallen. Claire wundert sich, dass der Comte und Raymond sich kennen. Wieder ein kleiner Hinweis.

Claire sucht nach einem Mittel für Suzette, um zu verhindern, dass Paris von kleinen Murtaghs überflutet wird. Dabei entdeckt sie etwas besonderes. Erinnert ihr euch daran, dass im Buch ein „Gift“ verkauft wird, welches dem Opfer keinen wirklichen Schaden zufügt, aber äußerst unangenehm ist? Eine gute Möglichkeit, einem Rivalen eins auszuwischen und Raymond sorgt dafür, dass niemand ernstlich zu Schaden kommt. Durchfall vergeht. Das solltet ihr euch für später merken. outlander57751

Maitre Raymond erkennt ziemlich schnell, welche Berufung Claire hat. Er sieht in ihr deutlich mehr als eine Dame der Gesellschaft. Eine Seelenverwandte? Er gibt ihr den Tipp, es doch mal im L’Hôpital des Anges zu versuchen. Dort wird jede Hilfe gebraucht, da es ein Armenkrankenhaus ist.

An dieser Stelle muss ich mal kurz schwärmen. Sind euch die Details in Maitre Raymonds Geschäft aufgefallen? Und seine Jacke? Ich bin begeistert, wie detailverliebt hier mal wieder gearbeitet wurde.

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Während Claire auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung ist, verbringt Jamie seine Tage damit, Schach mit dem französischen Finanzminister zu spielen. Er ist auf Hilfe angewiesen, um Charles Stuart aufzuhalten. Monsieur Duverney weist Jamie darauf hin, dass es hilfreich sein könnte, ihn wenigstens ab und zu mal gewinnen zu lassen. Jamies trockener Kommentar: Ich respektiere sie zu sehr, um sie einfach gewinnen zu lassen. Der Minister ist bereit, sich Jamies Vorschlag anzuhören. Duverney soll Charles Stuart sagen, dass der König nicht gewillt ist, eine zum Scheitern verurteilten Krieg zu finanzieren, und dieser fragt Jamie, warum er das möchte. Jamie macht ihm klar, dass Schottland und seine Menschen keine weitere gescheiterte Rebellion ertragen können und das gesichert sein muss, dass vorher gesichert sein muss, das es die richtigen Personen und Mittel gibt, um zu gewinnen.

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Die Schachspiele finden natürlich in Versailles statt. Gedreht wurden diese Szenen in der Klosterbibliothek Strahov in Prag. Wer mehr wissen möchte, schaut vielleicht mal hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Strahov. Während der Dreharbeiten mussten alle am Set Filzpantoffel tragen, um den kostbaren Holzboden nicht zu beschädigen.

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Der Prinz ist selbstverständlich auch aktiv. Er überrascht den Minister und Jamie, natürlich beim „Business-Meeting“ im Bordell, mit der Aussage, dass er dem französischen König nicht mit leeren Taschen gegenüber treten würde, im Gegenteil, er hat schon einen Großteil der erforderlichen Gelder eingesammelt. Und er bietet eine Allianz zwischen England und Frankreich an, um die fehlenden Gelder von Louis zu erhalten.

Als Charles seine Hand an Jamies Wange legt, verwechselt Charles Erleicherung mit Ekel in Jamies Gesicht. Man kann erkennen, dass Jamie in diesem Moment an eine andere männliche Hand in seinem Gesicht denkt.

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Claire ist derweil beschäftigt. Mit eitrigen Wunden, süß schmeckendem Urin und anderen Nettigkeiten, die ihr so viel Spaß bereiten. Sie freundet sich mit Mutter Hildegard und ihrem treuen Begleiter Bouton an. Ein nützliches Mitglied der Gesellschaft zu sein, ist für Claire wie ein Überlebenselexier.

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Was jetzt folgt, kann man wohl getrost als Ehekrach bezeichnen. Claire fühlt sich gebraucht und Jamie fühlt sich nutzlos. Er kommt nach Hause und seine Frau ist nicht da. Je länger er warten muss, umso erregter wird er. Nicht im erotischen Sinne. Als Murtagh Claire nach Hause bringt und die beiden auf Jamie treffen, ist sein Kommentar: Ich hab dir gesagt, er würde das nicht mögen.

Jamie ist sauer und geht. Heutzutage würden unsere Männer vermutlich in die Kneipe gehen. Jamie geht ins Bordell. Und wen gabelt er da auf? Fergus! Ich bin schockverliebt! Der keine Schlingel hat doch tatsächlich Jamies Holzschlange geklaut! Da Jamie ein logisch denkender Mann ist, nimmt er Fergus als Taschendieb in seine Dienste. Denn wer ihm seine Schlange aus der Tasche klauen kann, der ist gut in seinem Job. Das erste Zusammentreffen mit Claire ist bemerkenswert. Aus Claires Sicht.

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Fergus beginnt also damit, Briefe zu stehlen, die von Claire, Jamie und Murtagh ausgewertet und entschlüsselt werden. Murtagh stößt auf einen musikalischen Code und da Jamie weiß, dass Mutter Hildegard ein Musikgenie ist, begibt er sich ins Hospital um ihre Hilfe zu erbitten. Bouton hat soeben bewiesen, was er kann.

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Nachdem der Patient versorgt ist, erklärt sich Mutter Hildegard bereit, sich das Musikstück einmal anzusehen. Sie erkennt sofort die Goldbergvariation von Johann Sebastian Bach.

Wenn ihr Zeit habt, genießt einfach mal:

 

Claire entdeckt den Zusammenhang zwischen Schlüssel und Schlüssel. Und so ist der Text schnell dekodiert. Heraus kommt ein Angebot von 40.000 britischen Pfund für Charles Stuart. Nicht genug, um alles zu bezahlen, aber ausreichend, um König Louis von der Ernsthaftigkeit zu überzeugen. Das mysteriöse „S“ als Unterschrift, ist das Sandringham?

Jamie ist begeistert, dass er endlich einen wichtigen Hinweis erhalten hat. Claire hingegen kann ihm nicht sagen, dass BJR noch am Leben ist. Alles in allem trübe Aussichten für die beiden.