Review Staffel 2 Episode 6 – Best laid schemes

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Folge 6 der zweiten Staffel, „Best Laid Schemes…“ oder auch „Das Versprechen“ beginnt mit einem Streit zwischen Murtagh und Jamie. Als Murtagh die Details für das Duell klären will, erzählt Jamie ihm, dass es abgesagt wurde, gibt aber keinen Grund an. Murtagh wird daraufhin sauer und unterstellt Jamie, er würde seine Meinung so oft ändern wie eine Frau, die ihre Tage hat und verlässt den Raum.

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Die hochschwangere Claire hilft währenddessen dem Henker Monsieur Forez dabei, einen Mann für sein Begräbnis vorzubereiten. Er erzählt, dass der König ihn dazu beauftragt hat, seinem eigentlichen Job nachzugehen. Er soll einige Leute, die den dunklen Künsten nachgehen, sowie ihre Unterstützer hängen, strecken und vierteilen. Detailreich erklärt er Claire, wie er genau vorgehen wird. Mit einem Lächeln auf den Lippen rät er einer nun etwas blassen Claire, dass wohl Maître Raymond bessere Gesellschaft für sie wäre. Dies ist ganz klar als Warnung gedacht.

Ich finde in der Serie kommt nicht so gut rüber, dass Claire und Monsieur Forez eigentlich eine ganz gute Beziehung, wenn nicht sogar Freundschaft, entwickelt haben, während sie zusammen im Hospital gearbeitet haben, aber ich kann verstehen, dass das in der Serie zu lange gedauert hätte und manche Rollen deswegen stark gekürzt werden mussten.

 

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Claire versteht die Warnung und eilt sofort zu Maître Raymond, um ihm von den Plänen des Königs zu erzählen. Dieser nimmt jedoch die Warnung zunächst nicht allzu ernst, da der Urgroßvater des Königs das gleiche vor Jahrzehnten schon einmal praktiziert hatte und alle Gefangenen wieder freigelassen wurden, nachdem sie als Buße Satan entsagt hatten. Als Claire ihm erzählt, dass es dieses Mal anders ablaufen wird, da sich Monsieur Forez auf mehrere Hinrichtungen vorbereitet, versteht Maître Raymond den Ernst der Lage und die Gefahr, in die Claire sich begeben hat, um ihn zu warnen. Claire antwortet darauf nur, dass Freunde so etwas füreinander tun. Er versichert Claire, dass er die Stadt sofort verlassen wird, aber dass er und Claire sich noch einmal wiedersehen werden, in diesem Leben oder einem anderen. Auch Maître Raymond hat in den Büchern eine größere Rolle, er lädt Claire sogar in sein „Geheimversteck“ ein, wo die beiden sich über ausgestorbene Tiere unterhalten und man bekommt ein paar Hinweise auf seine interessante Geschichte.

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Am Abend massiert Jamie Claires Füße, was er auch für Jenny öfter gemacht hat, als sie schwanger war. Er meint, dass die beiden quitt sind, Claire hat zwar sein Leben gerettet, aber er dafür Claires mindestens genauso oft. Er schuldet Frank absolut nichts, da Claire sich zwischen ihm und Jamie entscheiden musste und aus freien Stücken Jamie gewählt hat. Claire wendet ein, dass Frank unschuldig ist, Jamie ist jedoch der Meinung dass das, was Black Jack ihm angetan hat, schlimmer ist als der Tod und nur überwunden werden kann, wenn einer von ihnen tot ist. Der einzige Grund, Black Jack am Leben zu lassen, ist Charles Stuart. Jamie und Claire haben alles versucht, um ihn aufzuhalten und Culloden Moor scheint schon fast unausweichlich. Wenn es zum Schlimmsten kommen sollte, möchte Jamie wissen, dass Claire einen sicheren Ort hat, an den sie gehen kann, einen Ort, an dem sich jemand um sie und das Kind kümmern kann, mit einem Mann, der sie liebt. Er bittet sie um das Versprechen, dass sie zurück durch die Steine zu Frank geht, wenn es dazu kommen sollte. An dieser Stelle ertönt das Frank-Theme, das sofort in das Jamie-und-Claire-Theme übergeht, als Jamie Claires Babybauch küsst und seinen Kopf darauf ablegt. Keiner sieht das besorgte Gesicht des anderen. Bear McCreary macht echt einen tollen Job mit der Musik.

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Am nächsten Morgen ist Claire dabei, ein Pockenmittel zu erstellen. Murtagh ist noch vom vorherigen Streit mit Jamie genervt und versteht den Grund nicht, warum man eine Pockenerkrankung fälschen möchte. Claire und Jamie erklären ihm, dass einige Leute in den Bonnie Prince investieren wollen, wenn sein Weingeschäft mit dem Comte Saint Germain ein Erfolg sein sollte. Würden jetzt erneut die Pocken in seinem Lagerhaus auftreten, müsste der Wein zerstört werden, wie es schon in Folge 1 mit dem Schiff des Comtes geschehen ist. Die Investition des Prinzen wäre gescheitert, niemand würde ihn mehr unterstützen wollen und er wäre gezwungen, zurück nach Rom zu gehen. Murtagh versteht das ganze Problem nicht und ist dafür, Charles einfach die Kehle durchzuschneiden. Claire versucht währenddessen Fergus zu erklären, wie er die verschiedenen Tränke und Mittel anzuwenden hat, er ist aber abgelenkt durch einen Verband. Es macht wirklich Spaß, Romann Berrux zuzugucken, er scheint vor der Kamera genau so viel Spaß zu haben wie dahinter.

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Claire freut sich, dass das Pockenmittel gut funktioniert, aber Murtagh hat genug. Er fragt, ob nach den ganzen Maskeraden und Spielen nicht eine schöne Runde Scharade angebracht wäre. Türenknallend stürmt er nach draußen. Während Jamie unter Bauchkrämpfen leidet, wird ihm und Claire zeitgleich klar, dass sie Murtagh alles erzählen müssen, wenn sie weiterhin auf seine Hilfe hoffen wollen. Auf dem Innenhof beichtet Jamie Murtagh letztendlich alles, und an Murtaghs Antwort erkennt man, wie sehr er Jamie vertraut. Anstatt ihn anzuzweifeln meint er nur trocken, dass er Jamie nicht widersprechen wird, wenn er der Meinung ist, dass seine Frau eine Hexe sei. Jamie rechnet nicht mit dem Faustschlag, den Murtagh an dieser Stelle austeilt. Denn er ist sauer darüber, dass Jamie nicht von Anfang an die Karten auf den Tisch gelegt hat. Als Murtagh seine schmerzende Hand ausschüttelt und Jamie sich mit seiner über den Kiefer fährt, ist zwischen den beiden wieder alles gut.

In den Büchern wird nicht explizit klar, dass Murtagh weiß, dass Claire aus der Zukunft ist. Im Graphic Novel „Feuer und Stein – Eine Liebe in den Highlands“ sieht Murtagh Claire jedoch, als sie in der Vergangenheit ankommt. Falls das auch die Vorgeschichte der Serie ist, kann man verstehen, warum er Jamie so schnell glaubt.

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In der nächsten Szene brechen Jamie und Fergus auf, um die Wachen des Comte mit „Pocken“ zu infizieren. Claire ist alleine mit Murtagh, der sie etwas über die Jakobiten ausfragt. Sie erklärt ihm mit traurigem Blick, dass sie jedoch nichts Genaues über bestimmte Personen weiß, Murtagh, Jamie, sie alle. Murtagh wirft ihr einen mitfühlenden Blick zu und sagt, dass er diese Last nicht tragen möchte, die sie aushalten muss. Er hält daraufhin Claires Hände, die über ihrem Bauch verschränkt sind und somit ist auch zwischen ihm und Claire alles vergeben und vergessen.

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Nun sieht man Jamie und Fergus durch die Landschaft reiten, bis sie schließlich in „Le Havre“ ankommen. Dysart Harbour ist wirklich sehenswert, wenn man einmal in Schottland sein sollte. Es ist wirklich faszinierend, die Unterschiede in der Serie und im Original zu sehen. Die Häuserzeilen, die man direkt am Hafen sieht, existieren nämlich in Wirklichkeit gar nicht!

Fergus schleicht sich durch das Lagerhaus und jubelt den Wachen zwei mit Claires Trank versetzte Flaschen Wein unter und reibt die Tinktur in die Innenseiten der Jacken. Am nächsten Morgen kommen beide wieder in Paris an. Sie haben nicht abgewartet, ob der Plan aufgegangen ist. Jamie versichert Claire jedoch, dass wenn jemand „Pest und Krankheit“ verteilen kann, es die beiden sind. Dann fällt er nach seiner langen Nacht zu Claire ins Bett.

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Jamie wird von Charles zu Madame Elise bestellt, wo dieser schon zusammen mit dem Comte Saint Germain auf ihn wartet. Die beiden erzählen ihm, dass die Wachen im Lagerhaus von einer mysteriösen Krankheit geplagt werden. Da der Hafenmeister sich nicht bestechen lässt, wurden die Männer erst einmal versteckt, aber mit Sicherheit demnächst vermisst, deshalb muss schnell gehandelt werden. Es wird beschlossen, dass Jamie die „Ehre“ zuteilwird, den Wein sofort aus Le Havre abzuholen, um die Zerstörung des Weins zu vermeiden. Da der Comte Jamie nicht traut, wird er ihn begleiten.

Jetzt folgt eine lustige Szene, in der Murtagh nicht sehr erfreut darüber ist, dass Suzette ihn in schicke Klamotten steckt. Der Plan ist, dass Murtagh sich als französischer Straßenräuber verkleidet und mit angeheuerten Männern die Kutsche angreift, in der Jamie und der Comte reisen werden. Während einer ernsthaften Diskussion über das Risiko, das Murtagh und Jamie eingehen werden, schwenkt die Kamera immer wieder zu ersterem, der wirklich nicht zufrieden in seinen noblen Klamotten ist. Er bittet Jamie darum, ihn umzubringen falls er gefangen genommen wird, da er nicht in seiner Aufmachung gehängt werden möchte. Daraufhin verschwindet er mit Suzette, die ihm anbietet, ihm aus seiner Kleidung zu helfen. In dieser Szene müsst ihr unbedingt auf Murtagh achten, Duncan Lacroix ist wirklich ein toller Schauspieler!

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Als Jamie und Claire nachts im Bett liegen, fühlt Jamie einen Tritt. Er beugt sich zum Babybauch und flüstert, dass er der Vater ist und es nicht abwarten kann, das Baby zu treffen. Buchleser wissen schon, was demnächst kommt und obwohl die Szene an sich herzerweichend schön ist, hat sie einen traurigen Beigeschmack.

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Am nächsten Abend findet der Überfall auf Jamies Kutsche statt. Der Comte reagiert nicht so wie geplant und es kommt dazu, dass Murtagh und der Comte in einer Pattsituation stecken, keiner möchte seine Waffe senken und nachgeben. Kurz bevor der Comte auf Murtagh schießen will, stößt ihn Jamie zu Boden und springt auf Murtagh zu. In dem darauf folgenden Gerangel gibt Jamie Murtagh die Erlaubnis, ihn ohnmächtig zu schlagen. Der Comte ist wütend, aber kann gegen die Diebe nichts ausrichten.

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Zeitgleich besucht Claire eine Abendveranstaltung bei Louise, bei der sich einige Damen zu Klatsch und Tratsch zusammengefunden haben. Claire wird bei dem Kaffeeklatsch immer genervter, was die Damen um sie herum allerdings nicht mitzubekommen scheinen. Sie lästern darüber, wer mit wem schläft, bis Claire genug hat und versucht, das Thema auf ernstere Angelegenheiten zu lenken, genauer gesagt die Behandlung der armen Bevölkerung in Paris. Die Frauen verstehen sie jedoch falsch und planen nun, eine Petition beim König einzureichen, um die Armen in die weniger vornehmen Teile der Stadt zu verbannen. Claire steht daraufhin auf und verlässt den Raum, nachdem sie sich bei einer verdatterten Louise entschuldigt hat.

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Claire flüchtet sich ins Hospital und arbeitet bis zur Erschöpfung, bis Mutter Hildegard sie dazu zwingt, sich hinzulegen und dabei bemerkt, dass Claire blutet. Sie versichert Claire, dass es nicht so schlimm ist und das Baby vermutlich nur seine Position ändert. Sie schickt Fergus, um Jamie mitzuteilen, dass Claire die Nacht im Hospital verbringen wird, da es schon spät ist.

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Während Prince Charles sich betrinkt und bedauert, dass er nach seiner misslungenen Weininvestition nun persona non grata bei den französischen Investoren ist, beschuldigt der Comte Jamie, dass er etwas mit dem Überfall zu tun haben musste. Der Prinz jedoch ist auf Jamies Seite und merkt an, dass der Überfall genau dem Vorgehen von Les Disciples entspricht und Jamie den Comte seiner eigenen Aussage nach vor Verletzung oder Tod beschützt hat.

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Am nächsten Morgen trifft Jamie beim Frühstück auf Fergus, der ihm erzählt, dass Claire die Nacht im Hospital verbracht hat, da es am Abend schon zu spät war. Fergus ist einfach nur goldig! Man erfährt, dass Murtagh nach Portugal reist, um dort den Wein zu verkaufen und erst in ein bis zwei Monaten zurück sein wird. Das Frühstück wird unterbrochen von Suzette, die Jamie erzählt, dass Prince Charles bei Madame Elise Schulden hat, die er nicht bezahlen will und Jamie ihm helfen soll, damit er nicht verhaftet wird. Fergus begleitet ihn. Oh oh…

Jamie befiehlt Fergus auf ihn zu warten, während er das Geschäftliche regelt, aber Fergus hört natürlich nicht auf ihn. Er sieht in einem Zimmer ein Fläschchen Parfum stehen. Während er ins Zimmer schleicht, schwenkt die Kamera auf eine rote Uniformjacke und die Musik nimmt bedrohliche Untertöne an. Abgelenkt durch das Fläschchen merkt Fergus nicht, wie jemand den Raum betritt, bis die Tür geschlossen wird. Man sieht noch einmal einen schreckerfüllten Fergus und die Szene ist vorbei.

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Claire kommt mit der Kutsche wieder zu Hause an, wo sie ein wortkarger Magnus begrüßt. Eine aufgeregte Suzette klärt Claire nach einigen Nachfragen auf, dass Jamie sich zurzeit im Bois de Boulogne, den Wäldern westlich von Paris aufhält. Er möchte sich mit einem englischen Offizier duellieren. Claire findet eine Notiz, „Es tut mir leid, ich muss es tun. J“.

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Claire ist sauer, dass Jamie sein Versprechen grundlos gebrochen hat und macht sich zusammen mit Magnus in der Kutsche auf zum Bois de Boulogne. Mir ist vorher noch nie aufgefallen, wie sehr die Kutsche um die Ecke rutscht. Das muss kein angenehmes Fahrvergnügen gewesen sein… Claire wird die ganze Fahrt über von Schmerzen geplagt, außerdem hat sie Angst um Frank und verflucht Jamie. Sie und Magnus eilen zum Platz des Geschehens, von dem man schon von weitem Kampfgeräusche hören kann. Als nun Claire am Kampfplatz ist, wird ihr klar dass sie nichts tun kann als zuzugucken, da ein Eingreifen den Tod einer ihrer Ehemänner bedeuten könnte.

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Claires Qualen werden immer schlimmer, bis sie sich schließlich in Schmerzen bückt und ihr Blut wie Wasser die Beine hinunterläuft. In diesem Augenblick schafft es Jamie den Kampf zu gewinnen, indem er Black Jack in die Weichteile sticht. In dem Augenblick, in dem Claire nach Jamie schreiend zu Boden geht, kommt die Gendarmerie. Jamie kann Claire nicht helfen, sondern wird verhaftet. Claire schafft es noch, Magnus zu sagen, dass er sie zu Mutter Hildegard ins Hospital bringen soll anstatt nach Hause, eh sie genau wie Black Jack Randall von der Ohnmacht überkommen wird.

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Die Folge lässt einen mit einem Haufen Gefühlen und Fragen zurück. Hat man die Bücher nicht gelesen, fragt man sich wahrscheinlich, warum Jamie sein Versprechen nicht gehalten hat, was mit Claires Baby passiert, mit Black Jack und dementsprechend Frank, und vor allem mit Jamie. Hat man die Bücher schon gelesen, weiß man was kommt, aber möchte eigentlich nicht weitergucken, so ging es mir zumindest. Teile sind zwar anders als im Buch, aber der rote Faden ist doch der gleiche. Die Investition des Prinzen ist gescheitert, Black Jack verwundet, Jamie hat durch das Duell das Gesetz gebrochen und Claire ist in Gefahr, ihr Kind zu verlieren. Wie Robert Burns, ein berühmter schottischer Dichter in seinem Gedicht „To a Mouse“ sagt, aus dem der englische Titel übernommen wurde: „The best laid schemes o‘ Mice an‘ Men, Gang aft agley“… Egal wie sehr man etwas plant, es kann immer etwas schiefgehen, und in dieser Folge ist für Jamie und Claire alles schiefgegangen, was konnte.

 

Autor: Saskia

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