Zusammenfassung Folge 1 – Staffel 1 oder eben Review #Outlander Sassenach

Titelbild

Sie ist endlich da! Wir haben gekreischt, diskutiert, fantasiert, in Frage gestellt und geseufzt. Aber sie ist endlich da – die erste Folge von Outlander. Wenn ihr es nicht gesehen habt, online auf iTunes oder Amazon sind die ersten 8 Folgen erhältlich! Wenn ihr das noch nicht gesehen habt, bitte nicht weiterlesen sondern erst gucken!

 

So, jetzt kommt die Frage aller Fragen. Schreiben wir hier als Fans der Bücher oder als Fans der Serie? Irgendwie beides.
Ja, die Serie ist teilweise anders als die Bücher. Ist das schlimm? Wir finden nicht. Das eine sind die Bücher von Diana Gabaldon das andere ist die filmische Umsetzung von Ron D. Moore. Für uns sozusagen eine Erweiterung der Bücher.
Die erste Folge ist grandios. Die Szenen in den 40er Jahren, die hinzugefügt wurden, brauchen Nicht-Leser, um die Charaktere auf Anhieb kennen zu lernen. Wir Fans der Bücher wissen ja, was sich noch im Hintergrund befindet, weil es in späteren Büchern näher erklärt wird. Aber alle, die die Bücher nicht kennen, sollen die Geschichte doch auch gleich lieben lernen. Daher ist das eine absolut sinnvolle und vor allem gut gemachte Ergänzung.

 

Und vor allem zeigt die erste Episode, was uns in den nächsten 15 Folgen der ersten Staffel erwartet. Und wie wir jetzt wissen, auch in der zweiten Staffel!
Starke Charaktere, die durch eine wundervolle Besetzung dargestellt werden, atemberaubende Landschaften und eine outlandertypische Stimmung.
Wie bei vielen TV-Serien ist die erste Folge immer etwas schwierig. Alle müssen sich erst kennenlernen, das Zusammenspiel klappt noch nicht auf Anhieb. Die Zusammenarbeit mit Ton, Regie, Licht und ( ganz wichtig ) dem Catering und dem Fahrdienst muss sich erst einspielen. Das merkt man auch der ersten Folge von Outlander an.
Wenn man bedenkt, wieviele Fans diese Serie schon hatte, bevor überhaupt die erste Klappe gefallen ist und der Erwartungsdruck deswegen enorm war, dann ist die erste Folge ein absoluter Erfolg. So vieles konnte schiefgehen. Ist es aber nicht!

 

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Claire. Eine kriegsmüde Frau. Trotzdem stark, erfahren, einfühlsam und fürsorglich. Die Stimme aus dem Off erklärt ihre bisherige Ehezeit mit Frank. Die wenige Zeit, die sie miteinander verbracht haben und die unterschiedlichen Erfahrungen, haben die beiden entfremdet. Man spürt in einigen Szenen eine gewisse Distanz und man fragt sich, ob Claire, anders als sie selbst meint, über diese Beziehung durch ihre Kriegserfahrungen hinausgewachsen ist. Ja, sie liebt Frank. Aber reicht das für ein Leben zusammen aus?

 

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Hier die Punkte, die uns am besten gefallen haben:

  • Sam Heughan ist perfekt. Auf den ersten Blick war (fast hüstel) allen bewusst, er war die richtige Wahl. Wir hoffen, dass diese Episode alle Zweifler zur Ruhe bringt. Aber die erste Folge ist Claire´s Folge.
  • Die erstaunlichen Landschaftsaufnahmen!
  • Der Tanz der Druidinnen ist einfach atemberaubend schön. Zusammen mit der wunderbaren Musik von Bear McCreary hat man seinen ersten Gänsehautmoment.
  • Die Andeutung der Geschehnisse in der Szene, in der Mrs. Graham aus den Teeblättern und Handlinien von Claire liest.
  • Die Reise durch die Steine. Was soll man da sagen? Wir finden, es ist genau richtig umgesetzt. Alles andere wäre ein „zuviel“ gewesen. Ja, es ist eine Zeitreise und damit Science-Fiction. Aber wir wollen doch kein Raumschiff Enterprise, oder?
  • Die Untermalung einzelner Szenen mit Musik und nicht die ganze Zeit eine Dauerbeschallung ist sehr erfrischend. Die Musik, und zwar eine wundervolle, kommt immer an den richtigen Stellen und ist nie aufdringlich, sonderen unterstützt jede einzelne Szene.
  • Ja, und die eine Szene. Wir alle haben ja schon überlegt und diskutiert, wie das erste Zusmmentreffen von Claire und Jamie sein wird. Hatte noch jemand einen Schüttelmoment? Was heute alles mit nachträglicher Bearbeitung möglich ist…. unglaublich realistisch, wie die Schulter wieder in die richtige Richtung geglitten ist.
  • Jemand, den wir an dieser Stelle ausdrücklich noch mal loben müssen, ist Tobias Menzies. Seine Doppelrolle als Frank Randall und Black Jack ist anspruchsvoll. Wirklich erstaunlich, wie unterschiedlich er diese beiden Charaktere darstellt. Einerseits Frank, der in tiefer Liebe mit Claire verbunden ist und andererseits Jonathan Randall, der Sadist. Beeindruckende schauspielerische Leistung.

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Es gibt aber auch Dinge, die wir nicht so gut fanden. Caitriona Balfe als Claire hat uns in der ersten Folge nicht überzeugt. Einige Szenen mit Frank zeigen eine zu mädchenhafte, verspielte Claire. Bedenkt man aber, dass Caitriona nur 2 Wochen Vorbereitungszeit und keine schauspielerische Ausbildung hat, ist die erste Folge hoffentlich nur ein Herantasten an die weibliche Hauptrolle. Und eins muss sie noch üben: Jesus H. Roosevelt Christ!
Alles in allem eine gelungene Auftaktfolge und durch die Stimme aus dem Off auch für alle, die die Geschichte nicht kennen sofort verständlich. Dinge, die nicht sofort ersichtlich sind, werden dadurch verständlich. Bis auf das Gälisch. Da geht es uns allen wie Claire. Weder sie noch wir verstehen, was da gesagt wird. Wie schön, wenn man als Fan so eingebunden wird!

Weiter so!

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7 Gedanken zu “Zusammenfassung Folge 1 – Staffel 1 oder eben Review #Outlander Sassenach

  1. Super Zusammenfassung…….Für viele sicher eine der am meisten erwarteten TV-Serien. Es gibt sicher welche die enttäuscht sind, aber ich kann mich dem Review nur anschliessen….Sehr gelungen…..

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  2. Dass Caitriona Balfe Caitriona „nur 2 Wochen Vorbereitungszeit und keine schauspielerische Ausbildung hat“ ist natürlich völlig falsch 😉

    Sie hat am Conservatory of Music and Drama des Dublin Institute of Technology Schauspiel studiert 😉

    Und ab 2009 hat sie auch in Filmen, TV-Serien und Theaterstücken gespielt 🙂 Zuletzt auch mit Stallone und Schwarzenegger.

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  3. Leider bleibt für mich festzuhalten, dass sich all meine Befürchtungen in Bezug auf die deutsche Synchronisation bestätigt haben. In drei Worten gesagt: Sie ist furchtbar. Das hängt noch nicht einmal unbedingt mit der Synchronisation an sich zusammen (obwohl die ebenfalls große Ungereimtheiten aufweist), sondern eher mit dem verwendeten Synchronstimmen. Allen voran, der von Catriona Balfe (Claire), die völlig daneben ist. Ähnliches gilt auch für diejenige von Frank bzw. Black Jack Randall und Dougal MacKenzie. Möge die Stimme noch auf Frank, den Mann aus dem 20. Jahrhundert passen, auf Black Jack Randall, den Schurken des 18. Jahrhunderts, ist das nicht zutreffend. Es wirkt einfach nur lächerlich und macht das gekonnte Schaupiel von Tobias Menzies aus dem Original komplett zunichte. Und ein Graham McTavish bekommt die eines Captain Jonathan Archer aus der Serie „Star Trek – Enterprise“ aufgedrückt. Absolut unpassend für diesen Schauspieler mit der markanten Stimme. Auch die deutsche Stimme von Sam Heughan findet nicht meinen Beifall. Sie kann in keiner Weise dem Original das Wasser reichen. Was einigen Szenen auch deutlich anzumerken ist.
    Die Gälisch gesprochenen Szenen sind 1 : 1 aus dem Original übernommen. Das wirkt im Zusammenhang mit den verwendeten Synchronstimmen, die komplett anders als die der Originalsprecher sind, einfach stümperhaft. Dass man das Gälische übernehmen würde, war allerdings zu erwarten gewesen, dürfte es doch wenige bzw. gar keine Synchronsprecher geben, die diese Sprache beherrschen. Dennoch hätte man mehr Sorgfalt bei der Stimmenauswahl walten lassen sollen. Die Stimmen passen nicht annähernd, weisen sie von Stimmlage und Ton her, doch keinerlei Ähnlichkeit mit denen der Originalsprecher auf.
    Punktum. Die Synchronisation zerstört den Charme und die Magie des Originals komplett. Alles, was die Serie ausmacht, ist in der deutschen Version vollständig verschwunden.
    In deutscher Sprache ist „Outlander“ eine Katastrophe, zumal auch der wundervolle schottische Dialekt, der dem Ganzen etwas Besonderes und Reizvolles verleiht, verlustig gegangen ist. Und was ist mit Claires berühmten Ausspruch: „Jesus Roosevelt Christ!“? Der wurde hier gar außen vorgelassen!
    Ich weiß eines. Die deutsche Version und ich werde keine Freunde. 🙂

    Habe das in ähnlicher Form auch als Rezension bei Amazon.de hinterlegt.

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    1. da kann ich mich dir nur anschließen, highlandmystery, voll und ganz , was mich aber auch noch geärgert hat
      ……es fehlen einige sehr schöne und für mich markante szenen, die wurden dann wohl der werbung geopfert,
      da schau ich doch lieber weiter die englishen folgen……….auch wenn ich nicht alles verstehen,
      aber da passt wirklich alles.
      die deutschen stimmen sind wirklich eine katastrophe……schade,
      ich hab im vorherein einige vorschauen gelesen und die waren durchweg negativ,
      schmonzettenserie und so ähnlich,
      bei dieser beschneidung und synchrosination kein wunder……

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      1. Wundert mich nicht wirklich. Das habe ich von vornherein kommen sehen. Eine Bekannte von mir meinte, dass es bei den Pay-TV-Sendern (und da wurde Outlander ja zuerst ausgestrahlt) gang und gebe ist, in Schnellform zu synnchronsieren. Und das merkt man dem Ganzen an. Ich habe mir diesen deutschen Unsinn nur bis Teil 4 auf deutsch zugemutet, dann war bei mir der Ofen endgültig aus. Seitdem mach ich einen großen Bogen um Outlander in Deutscher Sprache. Original bleibt Original. In diesem Fall besonders.

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