Review Folge 14 Die Suche – The search #Outlander

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Mit der Suche um Jamie wird ein langes Kapitel aus dem Buch aufgegriffen. Schon als Leser hatte ich immer das Gefühl, dass sich das Ganze unheimlich in die Länge zieht, bis man endlich etwas erfährt. Aber beginnen wir in Lallybroch.

Als Zuschauer ist einem sofort klar, was Claire nun vorhat. Sie will und wird Jamie suchen. Immerhin hat sie es Jamie in Folge 13 ja auch schon versprochen, oder auch angedroht. Ob sie da schon geahnt hat, dass etwas passieren kann? Auch Ian möchte sie bei der Suche unterstützen, aber ohne neue Prothese und mit kaputtem Arm ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Er kann für Claire nur eine Karte skizzieren, damit sie einen ungefähren Anhaltspunkt hat, wo sie beginnen muss. Was weder Claire noch Ian bemerken, ist, dass auch Jenny Vorbereitungen trifft, um Jamie zu suchen und um Claire zu begleiten. Jenny kennt sich in der Gegend einfach wesentlich besser aus und so brechen die beiden Frauen auf, um Jamie zu retten.
Die Aufnahmen der Landschaft und wie die beiden durch die Wälder reiten, haben mich wirklich beeindruckt. Schottland ist ein wirklich grandioser Darsteller in dieser Serie.
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Eine Szene, die mich als Frau beeindruckt hat, ist die, wenn Jenny und Claire Rast machen (müssen), weil Jennys Brüste am platzen sind. Wir erinnern uns: Sie hat erst vor wenigen Tagen ein Kind bekommen. Zum einen sieht diese Szene in meinen Augen total natürlich aus, zum anderen hätte ich mich als Zuschauer auch gewundert, wenn es nicht beachtet worden wäre. Denn das wäre dann für mich eher unnatürlich gewesen. Sie hat gerade ein Kind bekommen, kann reiten, hat aber keine Milch? Gute Szene, schön umgesetzt und wirklich einzigartig in der Filmwelt.

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Es dauert auch nicht lange, bis unsere beiden starken Frauen eine Fährte haben und diese verfolgen, um die Rotröcke samt schottischen Gefangenen zu finden. Das tun sie auch, aber Jamie ist nicht dabei. Sie schnappen sich einen Rotrock und versuchen Informationen aus ihm heraus zu bekommen, äh foltern. 😉 Well done Ladys – die Waffen einer Frau mal anders.

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Leider bekommen sie kaum eine richtig hilfreiche Information. Sie wissen, dass Jamie irgendwo ist, nur wo? Ich mochte in der Szene den Unterschied zwischen der Frau aus dem 20. Jahrhundert und der Frau aus dem 18. Jahrhundert. Claire war zaghafter und unsicherer, während Jenny, die es wahrscheinlich nicht anders kennt, gleich von Anfang an etwas barbarischer ist. Auch ist ihr klar, dass sie den Rotrockkurier nicht am Leben lassen kann.

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Zum Glück taucht Murtagh, wie aus dem Nichts, auf und erledigt es alleine. Mein Gedanke war: Ja, endlich Hilfe und jemand den man kennt! Ich mag den Brummelbart. 🙂 Jennys Part ist hiermit auch erfüllt. So gerne sie die Zwei bei der Suche weiter unterstützen würde, sie muss zu Ihrem Kind zurück. Bei der Verabschiedung der beiden Frauen wird einem auch klar, dass Claire nun ein Teil der Fraser-Familie ist. Und ich war froh, dass Jamie seine Schwester vorgewarnt hat; denn als Claire Jenny den Tipp gibt, in den kommenden Jahren Kartoffeln statt nur Weizen anzubauen, da dachte ich erst „Oh Oh“ . Denn eigentlich ist es ein Part, wo Jenny extrem misstrauisch reagieren müsste, es aber nicht tut dank der Vorwarnung. Man merkt hier auch, dass Jamie tatsächlich Claires Geschichte glaubt, würde er sonst Jenny vorwarnen?

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Nun sind Murtagh und Claire auf sich alleine gestellt und anstatt nach Jamie zu suchen, lassen sie Jamie sie finden. Wie? Indem sie Aufmerksamkeit erregen, als Heiler, Wahrsager und Tänzer. Richtig! Tänzer!!!
Murtagh schwingt – mehr schlecht als recht, aber mit viel Liebe und Passion, das Tanzbein, zum Leidwesen des Publikums übrigens. 😉 Es ist so herrlich mit anzuschauen, wie Duncan hier Murtagh spielt und mit wie viel Eifer er dabei ist.

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Schön ist auch die Szene als Claire meinte, dass er es vielleicht mal mit Singen statt Tanzen versuchen soll. „Boggie woogie…Gesagt – Getan! Und schwupps, findet sich Claire in Männergarderobe auf der Bühne in einem Pub wieder. Claire? Ja, Claire, denn Murtagh ist der Meinung dass eine singende Sassenach, die ein schottisches Lied mit neuer Melodie singt, noch mehr Aufsehen erregt.

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Das Kostüm, dass Claire hier trägt, schaut wirklich toll aus (wie eigentlich alle Kostüme von Terry und ihrem Team), und es war für den Dreh unglaublich praktisch, wie ich im Podcast von Ron und Matt gehört habe. Denn so war Cait schneller an- und ausgezogen, und auch sowas wie Klogänge haben nicht 40 Minuten gedauert. Im Gegensatz zu Murtaghs Tanz, erregt die singende Sassenach wirklich Aufsehen, auch bei den Zigeunern. Aber leider gibt es immer noch keine Spur von Jamie.

„sing me a song of a Lad that is gone….“

Während der Reisen von Ort zu Ort treffen sie die Zigeuner wieder – als Tänzer und singende Sassenach, Claire benutzt das Geld, das Jenny ihr da gelassen hat, um bei den Zigeuner zu bewirken, dass sie das Lied nicht mehr benutzen, nur ob diese es auch tun?

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Nach wochenlangem Suchen ohne Erfolg, ist die Stimmung bei Claire und Murtagh am Boden. In der Kulisse einer wirklich tollen Höhle kippt die Stimmung. Denn Claire hat das Gefühl, dass Murtagh ihre Verzweiflung nicht verstehen kann – sie liebt Jamie! Doch sie kennt den Brummelbart da schlecht, denn auch Murtagh war verliebt und weiß, wie es ist, seine Liebe zu verlieren. Und dazu kommt: Jamie ist wie ein Sohn für ihn. Nachdem hier die emotionalen Fronten geklärt sind, beginnt die Suche nach Jamie von vorne.

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Und sie treffen auf alte Bekannte: Die Zigeuner. Diese haben Neuigkeiten, aber auch nur, weil die Gauner ihr Versprechen nicht gehalten haben. Sie haben weiter die singende Sassenach aufgeführt und dabei ein paar Tage zuvor eine Neuigkeit für die echte singende Sassenach bekommen. Sie soll zu einer Höhle kommen, die auch Murtagh kennt.

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Hals über Kopf reisen sie zu der Höhle, in der Hoffnung, Jamie dort anzutreffen. Doch sie treffen auf Dougal und jede Menge Schmuggelware für den aufziehenden Krieg.
Eine starke Szene zwischen Dougal und Claire bahnt sich an, hier haben die Schauspieler wirklich eine super Arbeit geleistet.

Er hat Neuigkeiten von Jamie. Rotröcke haben ihn geschnappt und ihm wurde der Prozess gemacht in Fort William.Tot durch den Strang! Dougal versucht, Claire dazu zu bewegen, Jamie zu vergessen und an seine Seite zu kommen, denn es gäbe eh keine Rettung für den Jungen. Vielleicht ist er auch schon gehängt. Doch wir kennen Claire – sie gibt nicht auf! So lange es noch eine Chance gibt, dass Jamie lebend gerettet werden kann, so wird sie ihn nicht im Stich lassen. Sie geht einen Deal mit Dougal ein, den ich gut gelungen finde. Wenn sie in Fort Williams Jamie nicht mehr lebend findet oder retten kann, so willigt sie ein, seine Frau zu werden. Aber sie braucht Hilfe.

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Dougal kann und will seinen Männern nicht befehlen in den Tod zu reiten, um Jamie zu befreien. Aber Claire darf fragen.
Und nach anfänglichem Zögern und einem wirklich mutigem Willie, steht der Rettungstrupp aus Murtagh, Rupert, Angus und Willie. Unweit von Fort Williams.
Mir hat die Folge gut gefallen, auch wenn sie hier und da ein wenig hinplätscherte, was aber meiner Meinung nach notwendig war, denn die Suche nach Jamie dauert einfach lange. Schön waren die neuen Verbindungen, die zwischen Claire und Murtagh sowie Jenny und Claire geknüpft worden sind.

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Und nun versuche ich mich auf die kommende Folge mit Kissen, Taschentuch und Whisky vorzubereiten.

Gastautorin: Melanie

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