Review Staffel 2 Folge 13 – Dragonfly in Amber

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Die letzte Folge der zweiten Staffel – mein erstes Review.

Ein kleiner Prolog gefällig?

Ich sollte euch vielleicht vorher erzählen, dass ich nicht mehr jedes Detail der Bücher im Gedächtnis habe. Mein letzter Re-read des zweiten Bandes ist lange, lange her – zu lange. Das hat allerdings den Vorteil, dass ich – im Gegensatz zu Staffel 1 – nicht jede Szene mit dem Buch verbinde. Vergleiche zu „Dragonfly in Amber“ werde ich daher wahrscheinlich nur an für mich entscheidenden Stellen ziehen.

Fangen wir also mal an …

Rückblick

Was haben wir nicht alles erlebt in der Staffel? Wir waren in Frankreich, wo Claire und Jamie, naja vielleicht eher nur Claire, sich einen neuen Feind gemacht haben – den Mann mit den bestechend schönen Augen, Comte St. Germain. Claire wurde überfallen. Randall, von dem wir doch alle dachten, er sei tot, war wieder da und wollte sich zu allem Überfluss am kleinen Fergus vergehen. Jamie, der alte Hitzkopf, konnte nicht anders und forderte ihn zum Duell auf, was doch eigentlich in Frankreich schon verboten war. Claire erfuhr davon, machte sich wider aller Vernunft auf den Weg und verlor aus vermutlich zahlreichen Gründen, aber eben auch aufgrund von Stress, Sorge und Wut, die kleine Faith. Jamie konnte aber nicht bei ihr sein, sondern saß aufgrund seiner Unvernunft nun in der Bastille. Unsere Heldin tat alles ihr mögliche (Für England!), um ihn da raus zu holen und das Paar verließ endlich Frankreich Richtung Schottland. Doch auch dort kommen die beiden nicht zur Ruhe. Wäre ja auch langweilig sonst, sondern sehen sich mit dem Jakobiteraufstand, den sie doch die ganze Zeit zu verhindern versuchten, konfrontiert. Nützt alles nichts! Die beiden ziehen mit in die Schlacht. Prestonpans ist gewonnen, aber wir haben leider auch zahlreiche Verluste zu bedauern. Dabei steht das große Elend doch erst noch an: die Schlacht im Culloden Moor.

Folge 13 – Dragonfly in Amber

Das letzte Bild am Ende des Intros, ist dieses Mal kein Bild, sondern eine Fernsehsendung aus den 60ern. Eine Klasse, so mag man denken, sitzt vor dem Fernseher und hinter ihnen steht ein junger Mann. Er könnte der Lehrer sein. Wir sind ganz klar in Schottland, 1968 (es steht ja da.) Der geneigte Leser ahnt, dass es sich hier um Roger handelt. Der Nicht-Leser hat ihn mit Sicherheit wiedererkannt – oder etwa nicht? Doch dann kommt eine Frau in den Raum und fordert ihn auf, zurück zu den Gästen zu gehen. Ok, keine Schule. Unserem, als Roger identifizierten jungen Mann. scheint es nicht gut zu gehen.

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Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren von Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir weggehen. (Alber Schweitzer)

Nun erfahren wir auch warum: Es handelt sich um die Beerdigung seines Stiefvaters – Reverend Wakefield. Ich finde, das Mobiliar, die Kleidung – es könnte wie in einem Raum, der mit alten Papieren und Büchern voll ist, riechen. Kennt ihr den Geruch? Wahrscheinlich mischt sich noch etwas alter Zigarettenrauch darunter. Mal wieder eine tolle Leistung der Szenen- und Kostümbilder. Doch wen sehen wir da im Hintergrund: eine (naja) deutlich gealterte Claire. Sie wirkt traurig, war der Reverend doch auch ihr immer gutgesinnt.

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Es folgen die typischen Smalltalks, die es nun mal auf Beerdigungen so gibt, doch Roger interessiert sich viel mehr für die hübsche Rothaarige, die sich das Haus anschaut: Brianna. Claire mischt sich in die Vorstellungsrunde ein, doch Roger erinnert sich nicht – wie soll er auch? Denkt ihr nicht auch, dass schon bei der ersten Vorstellung der beiden etwas zu spüren ist: Unsicherheit, Schüchternheit, ein bisschen „Flirtieness“ von Brianna – man sagt ja, dass große Geschichten folgen werden.

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In diesen ersten Minuten erfahren wir nun, dass Frank mittlerweile verstorben ist und Claire, die Medizin studiert hat, als Chirurgin arbeitet. Tolle Leistung für eine Frau in den Sechzigern, was? Tja, unsere Claire. Sie lebt mit Brianna nun in den Staaten. Leider ist auch Mrs. Graham verstorben, doch die junge Frau vom Anfang scheint ihre Enkelin Fiona zu sein. So viel ist passiert – für uns ja eigentlich nur seit der letzten Folge. Wie Claire sich wohl fühlen muss? Kennt ihr das? Wenn man nach vielen Jahren an einen alten Ort zurückkommt und alles kommt einem so bekannt vor? Im Kopf werden quasi Filme von früher abgespielt und plötzlich ist alles wieder da und nah. Dennoch hat sich einiges verändert und der Ort ist doch nicht mehr so, wie man ihn kannte. So ungefähr muss sich Claire nun fühlen. Sie entschuldigt sich und geht auf Erkundungstour – vielleicht auch, um mit sich und ihren Gedanken allein zu sein. Da sind sie alle – ihre Erinnerungen, schön untermalt mit der uns schon so bekannten Musik vom Steinkreis. Habt ihr auch wenig Gänsehaut bekommen?

Claire und Brianna bleiben in Inverness – übernachten sogar im Haus des Reverends. Roger nutzt die Gelegenheit, um in Ruhe einen Whisky mit Claire zu trinken und über vergangene Tage zu reden. Und wieder holt Claire die Vergangenheit ein: MacKenzie. „Ich kannte einmal einige MacKenzies – vor langer Zeit“, sagt sie. Und dann stellt Roger eine persönliche Frage, die noch viel mehr aufwirft. „Wie haben Sie das gemacht? Sich schlussendlich für immer von der einen Person zu verabschieden, die Sie doch über alles in der Welt liebten?“ Unsere Claire gesteht, dass sie nie gut darin war, sich zu verabschieden – das macht es nicht besser. Sie sind fort und wir müssen einfach weitermachen. Was für wahre Worte sie doch da spricht …

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Uff, was für ein Anfang. Wir verabschieden uns vom Reverend und das Vergangene, der Tod und die Vergangenheit selbst stehen im Mittelpunkt der ersten Viertelstunde. Die Musik ist traurig und tragend, teilweise uns schon bekannt und untermalt alles prima. Die Stimmung ist ganz düster, mit leichten, hellen Momenten, wie es eben bei so Abschieden – und am Ende im Leben ist.

Und dann sind da die Erinnerungen, hier verkörpert durch die schlafende Brianna, die Claire an ihren Jamie erinnert.

Uuuuuund…Überblende ins Schottland des 18. Jahrhunderts. Unser Held betritt die Bühne. Doch (trotz meines kläglichen Versuchs) die Stimmung, ich muss euch enttäuschen, wird noch nicht besser. 16. April 1746, kurz vor halb 8. Wir sehen Vorbereitung auf die anstehende Schlacht, es ist kalt. Jamie versucht unseren Prinzen davon zu überzeugen, dass die Armee noch nicht bereit ist, die Briten sind überlegen, doch dieser vergleicht ihn erst einmal mit dem Zweifler Thomas. Es hapert Jamie also nur an Glauben – alles klar!

Es hellt sich auf – vorerst

Schnell geht es zurück ins Schottland der 60er. Auch hier ist es kalt, doch das Wetter ist besser – und endlich auch die Stimmung. Roger und Brianna sitzen im Auto, sie lachen, im Radio läuft Baby, Come on Home von Solomon Burke. Bezeichnender Titel für eine Fahrt der beiden durch die schottischen Highlands, nicht? Sie besuchen Fort William und Roger gibt eine kleine Lektion in schottischer Geschichte. Die beiden verstehen sich immer besser. Das täuscht doch nicht, oder? Spannend ist, dass sie sich über amerikanische Geschichte unterhalten … und wieder werfen große Ereignisse und weitere Bände ihren Schatten voraus. Roger erzählt Brianna, wie er sich an den freundliche Frank erinnert. „Der freundlichste Mann auf der Welt“, bestätigt sie und Kameraschwenk zum Podest, auf dem Black Jack Randall Jamie auspeitschte. Jawoll! Großartige Arbeit von Ron und seiner Crew! Roger erzählt Brianna, dass an dieser Stelle viele schottische Gefangene ausgepeitscht wurden und diese fühlt sich irgendwie komisch, es fröstelt sie. Warum nur? Diese Frage müssen wir uns wohl nicht stellen.

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Auch Claire reist zurück in die Vergangenheit – dieses Mal in einem Auto. Sie besucht Lallybroch und ihre Erinnerungen werden am deutlichsten durch die Stimmen, die sie „hört“ und die Bilder, die sie „sieht“ dargestellt – allen voran Jamie im Torbogen. Spätestens an ihren grauen Strähnen merken wir nun, wieviel Zeit vergangen ist. So viele Jahre. Sie reist wieder ab und Rückblende ins Culloden Haus.

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Es sind circa zehn Minuten vergangen und wir sehen Jamie und Claire. Sie überlegen den Prinzen zu töten, Claire ist vorbereitet: Gift. Im Tee würde es niemand merken.

Während dessen erzählt Roger Brianna, was er als kleiner Junge mitbekommen hat. Frank hatte eine verschlossene Box, Brianna hat sie einmal heimlich geöffnet und Briefe gefunden. In einem wurde von einen „Vorfall“ geschrieben, über den niemand reden oder schreiben wollte, sie versucht nun rauszubekommen, was es war. Roger schlägt vor, in die alten Tagebücher zu schauen. Wollen wir das nicht alle? Einmal in die Tagebücher des Reverends schauen?

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Wenn dich die Vergangenheit einholt …

Zurück in Inverness versucht Claire mehr über Lallybroch und die derzeitigen Besitzer rauszufinden und findet eine alte Urkunde, die sie selbst mit unterschrieben hat. Sie gibt gleich mal eine genealogische Untersuchung in Auftag – von Roger MacKenzie.

Abends unterhält sie sich mit Brianna. Diese fragt, ob sie Daddy vermisst, denn manchmal würde es so aussehen als ob nicht und ob sie ihn jemals geliebt hätte. Ja, Kind, hat sie. Aber dann kam Jamie Fraser, dein Vater – die einzig wahre Liebe.

Rückblende: Wir sehen, dass Claire und Jamie belauscht werden: Dougal. Oh oh!

Roger und Brianna, man die verbringen aber auch wirklich viel Zeit miteinander, sind derweil an der Uni. Brianna schaut sich um – und siehe da, wen trifft sie? Eine – für uns – alte Bekannte: Geilis Duncan. Sie hält eine inbrünstige Rede auf die Geschichte und Unabhängigkeit Schottlands. Stellt euch vor, Culloden wäre gewonnen worden! Wo ist Bonnie Prince Charles heute? „I am Bonnie Prince Charlie. You are Bonnie Prince Charlie. We are Bonnie Prince Charlie“. Nun ja! Es wird klar, auch sie dreht sich die Geschichte nur ein wenig so, wie sie es gerade braucht.

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Und da sind wir auch schon auf dem Culloden Battlefield. Claire steht vor einer Bonny Prince Charles-Figur, etwas zu groß geraten. „They’ve taken a fool and turned him into a hero“. Das wissen Geschichtsbegeisterte nicht erst seit dieser Serie, aber was für ein schöner Satz. Und was liegt da in der Vitrine: eine Libelle im Bernstein, die wir alle kennen. Wie kommt sie da nur hin?

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Rückblende: Dougal beschimpft Claire und stellt die beiden zu Rede – sie haben den Prinzen und Schottland betrogen. Es kommt zum Kampf zwischen Dougal und Jamie, den Jamie hier mit Claires Hilfe gewinnt.

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Und wieder wird in der Zeit gesprungen. So kurzweilig das für die Serie ist, so anstrengend ist es für den Review. Unser – noch nicht – frisch verliebtes Pärchen sucht nach dem Tagebuch des Reverends. Und Roger nutzt die Gelegenheit, Brianna ein Ständchen zu singen – um die Ratten zu verjagen. Ah ja! Alles klar. Macht ihr das auch? Sicher oder, ist ja schließlich „alter schottischer Brauch“ 😉

Jamie verspricht Rupert, der natürlich in genau dem „richtigen“ Moment dazukommt, dass er sich in zwei Stunden der Truppe stellt, er aber erst noch ein paar Sachen erledigen muss. Ha, hier kommt ein Buchvergleich: Dort war es nur eine Stunde. Wahrscheinlich haben die Macher sich gedacht, dass der Arme sich nicht so abhetzen soll. Rupert willigt ein. Die schnelle schottische Musik, die im Hintergrund läuft und der ganzen Szene eine gewisse Hektik verleiht, endet und wir sehen Claire in den 60er Jahren in Culloden, wir hören Franks geschichtliche Ausführungen im Hintergrund. Sie hält inne am Fraser-Stein und spricht mit Jamie. Sie erzählt ihm von Brianna und ihrem Leben. Das alles finde ich irgendwie verständlich und nachvollziehbar, auch wenn ich es befremdlich finde, dass sie sich so vor den Stein setzt. Mit dem „Rest easy soldier!“ wird nun nach „On your feet, soldier!“ und „On your way, soldier!“ ein Kreis geschlossen.

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Roger und Brianna suchen immer noch nach Hinweisen und finden Artikel über Claires Rückkehr von den „Feen“. Brianna stellt Claire zur Rede. Sie will wissen, was war und was ihre Mutter die letzten zwei Tage getrieben habt. Hat sie vielleicht Briannas Vater – nicht ihren Papa – gesehen. Der Mann mit dem sie eine Affaire hatte. Claire ist sichtlich entsetzt und muss sich setzen. Mit Tränen in den Augen erklärt sie ihr, dass das alles nicht so einfach ist. Roger … du hast ein perfektes Timing. Brianna besteht darauf, dass er bleibt, also erzählt Claire ihnen beiden die Geschichte, die wir ja alle schon kennen. Brianna ist entsetzt, dass sie ihr Leben lang angelogen wurde und fragt, ob sie nun in Schottland, Überraschung, ihrem leiblichen Vater vorgestellt werden soll. Oooh, nein Liebes, das ist nicht möglich. Er ist tot, dennoch will sie nichts über ihn wissen.

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Wisst ihr, machen wir mal einen persönlichen Ausflug. Man kann Brianna jetzt als zickig oder so bezeichnen, aber ich kenne das Gefühl, wenn dir gesagt wird, dass dein Papa nicht dein Vater ist. Ich war viel jünger als Brianna und mein Papa war dabei. Aber bis heute hatte ich nicht die Gelegenheit meinen Vater kennenzulernen, wir leben zwar nicht in unterschiedlichen Zeiten, dennoch viele Kilometer voneinander entfernt. Ich habe meinen Papa wahrscheinlich viel lieber, als Brianna Frank jemals haben könnte, dennoch bin ich damals aus allen Wolken gefallen. In dem Alter als ich das erfahren habe, hatte ich nicht das Gefühl, dass man mich mein Leben lang angelogen hat und hatte es daher auch später nicht. Aber Briannas Papa ist nicht ihr Vater. Ja, sie ist in diesem Moment unfair. Aber habt Nachsicht, für sie bricht gerade eine Welt zusammen.

Jamie trifft nun alle wichtigen Vorkehrungen: Lallybroch wird seinem Neffen überschrieben, Fergus soll die Urkunde nach Lallybroch bringen. Das ist doppelt schlau, der Kleine fällt vielleicht weniger auf und wird so nicht in Culloden kämpfen. Clever unser Jamie.

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Man sollte doch auch nichts glauben, als was man mit Augen sieht! (Johann Wolfgang von Goethe)

Doch Brianna glaubt Claire ihr Märchen nicht. Claire versichert ihrer Tochter, dass Frank der beste Vater für sie war, nur eben nicht biologisch. Ja ja, Brianna sieht gar nicht ein, auch nur ein Wort zu glauben. Claire zeigt ihr eine Kopie der eben erwähnte Urkunde, aber auch das kann sie nicht überzeugen. Sie beschimpft ihre Mutter als gelangweilte Hausfrau, die ihren Mann betrog. Claire wird laut. Warum tust du das, fragt sie ihre Mutter. Weil es die Wahrheit ist, antwortet diese. Dann wird sie verletzend. „Nur zwei Menschen kennen die Wahrheit, eine von ihnen ist tot. Schade, dass es nicht du warst.“ Autsch! Da ist jemand ganz arg doll verletzt – und verletzt dabei andere, die es nur gut mit ihr meinen.

Wir verabschieden uns von Fergus, der sich auf den Weg macht und sehen dann Brianna und Roger bei einem Whisky im Pub. Brianna zweifelt immer noch. Der Prinz würde sie wohl Thomas nennen. Roger hingegen meint, dass etwas wahres an der Geschichten sein könnte. Claire schaut sich alte Berichte an und findet einen Flyer mit Geilis und siehe da, welches Jahr haben wir: 1 9 6 8. Claire besucht ihr Zuhause und findet allerdings nur einen betrunkenen Ehemann, der sich beschwert, dass seine Frau nur noch Schottland und dessen Unabhängigkeit im Sinn hat. Er hat sie seit Wochen nicht gesehen.

Sie ist derweil im gleichen Pub wie unsere (immer noch nicht) jung verliebten. Sie erzählt ihnen, dass sie die Sache weiter vorantreiben will, Brianna aber nicht aufhören soll, die unangenehmen Fragen zu stellen. Claire liest Geilis’ Notizbuch, das sie beim Besuch mitnehmen konnte – und versucht daraus schlau zu werden.

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Im Schottland des 18. Jahrhunderts bereiten sich derzeit alle auf die Schlacht vor. Jamie sagt Murtagh, er soll seine Männer nach Hause schicken – die Schlacht ist schon verloren, seine Männer sollen nicht für Nichts sterben. Er will Claire in Sicherheit bringen, danach wird er in Culloden kämpfen – bis zum Ende. Murtagh wird die Männer nach Hause schicken, aber er wird bleiben. Er stirbt ja schließlich nicht für Nichts, sondern mit seinem Patensohn. Ach Mensch, Murtagh! Du Lieber! Ich werde dich vermissen…

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Brianna sucht das Gespräch mit ihrer Mutter. Sie will mehr über Jamie erfahren, aber bitte nicht über das angebliche Zeitreisen. Also beginnt Claire zu erzählen, aber die Geschichte würde jetzt auf einmal zu lange dauern. Aber Brianna wird bei Zeiten alles erfahren. Claire hatte nicht vor, sich zu verlieben. Aber nun ja manchmal kommt es eben anders, wenn die der Mann, für den du quasi bestimmt bist, über den Weg läuft. Roger hingegen zeigt sich immer als Ruhepol. Dann kommt das Gespräch auf Geilis. Die beiden wundern sich, wieso Claire sie so dringend finden muss – und da ist es wieder: das Zeitreisen. Sie erzählt den beiden, dass die Frau, die sie bereits getroffen haben, die gleiche ist, die sie beim Hexentribunal gerettet hat. Na was für ein Zufall! Claire ist daher auch ziemlich klar, wohin sie müssen – nach Craigh Na Dun. Aber erst erzählt sie Roger noch, dass sie ein bisschen geschnüffelt hat und er wohl ein direkter Nachfahre von Geilis ist. Das macht das ganze nur unwesentlich komplizierter. Brianna ist begeistert – nicht. Die beiden diskutieren die Zeitreise-Theorie und Brianna traut ihren Ohren nicht, Roger glaubt tatsächlich ihrer Mutter und bekräftigt sie noch in ihrem Glauben. Er überzeugt sie, zusammen mit ihm und ihrer Mutter zu den Steinen zu fahren.

Jamie versucht 200 Jahre zuvor seine schwangere Frau in Sicherheit zu bringen. Claire will ihren Mann jedoch nicht zurücklassen und ist gerührt, als Jamie ihr sagt, dass er von ihrer Schwangerschaft weiß. Gehen will sie trotzdem nicht. „You are my home“, sagt sie zu Jamie. Haaach! Was soll frau denn da noch kommentieren?

Das Dreiergestirn 200 Jahre später kommt derweil am Steinkreis an. „Smells like a fucking barbecue“, sagt unser Roger. Nun ja, die Vorliebe für Barbecues liegt wohl in der Familie. Wisst ihr, ich habe mal gelesen, dass gebratenens Schweinefleisch so riecht wie gebratenes Menschenfleisch. Wolltet ihr nicht wissen? Ich fand die Info passt hier. Denn die liebe Geilis verbrennt da grade ihren Ehemann, der hat wahrscheinlich soviel Alkohol in sich, dass er besonders gut brennt. Und unsere zwei Ungläubigen sehen nicht nur mit eigenen Augen, wie Geilis verschwindet, nein sie hören auch die Steine summen. Schau mal einer an. Während Roger die Polizei ruft, wird Brianna klar, dass ihre Mutter wohl doch keinen Bullshit erzählt hat.

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Rückblick: Claire und Jamie kommen eben an diesen Steinen an. Nun steht ein Abschied an, der herzzerreißender nicht sein kann. Was soll die liebe Claire erzählen? Frank wird sich schon um sie kümmern, ist Jamie sich sicher. Claire hört die Steine und dabei ist sie doch noch gar nicht soweit. Jamie hört es nicht, er kann nicht mit ihr gehen. Sein Platz ist im Schottland des 18. Jahrhunderts, sein Schicksal ist, es in Culloden zu sein. Und nun sagt er, worauf der Buchleser gewartet hat:

„Herr, du hast mir eine Frau gegeben wie keine andere, und Gott! Ich habe sie von Herzen geliebt.“ Sie besiegeln ihre Liebe, in dem sie ein letztes Mal für eine lange Zeit miteinander schlafen. Claire gibt ihm den Bernstein, den wir im Culloden Museum gesehen haben (nun ergibt es einen Sinn) und sie zitieren ein letztes Mal den Hochzeitsschwur. Den Ring, den er gibt, wird sie aber nie dem Kind geben, denn wie wir wissen, hat er ihr die sichere Reise ermöglicht. Nun ist es soweit. Jamie schickt Claire durch die Steine zurück in ihre Zeit.

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Und in den Sechzigern sehen wir eine Brianna, die eeendlich ihrer Mutter glaubt. Sie hat viele Fragen und Claire wird sie alle beantworten müssen. Aber sie glaubt ihr, auch wenn sie es nicht versteht. Unter einem Baum sitzend, warten sie auf die Polizei. Roger kommt zurück und erzählt ihnen, dass er sie anonym gerufen hat. Sie sollten jetzt verschwinden. Brianna fordert ihm auf, Claire zu zeigen, was sie gefunden haben. Er holt einen Brief aus der Tasche mit Rechercheergebnissen von seinem Ziehvater für Frank …

„Nach der entscheidenden Schlacht von Culloden suchten achtzehn jakobitische Offiziere, alle verwundet, Zuflucht in dem alten Haus und lagen zwei Tage unter Schmerzen dort, ohne dass man ihre Verletzungen versorgte; dann holte man sie ins Freie, um sie zu erschießen. Einer von ihnen, ein Fraser aus dem Regiment des jungen Lovat, entkam dem Gemetzel; die anderen sind am Rande der Parkanlage begraben.“ (…) Die geliehene Zeit, Kapitel 49.

Claire sagt, es gab viele Frasers dort. Aber, so Roger, nur fünf waren Offiziere und vier von ihnen sind auf einem Gedenkstein verewigt. Wer ist der fünfte? „James Fraser – mein Vater“, antwortet Brianna. Nein, Jamie starb nicht. Er sollte, aber er tat es nicht.

Er überlebte … und über den Steinen von Craigh na Dun geht die Sonne auf. Freuen wir uns auf Staffel 3.

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Autorin: Cynthia

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